Über

ft 2015

Frank-Thomas Naether ist Gründer und 100% Gesellschafter der Firma. Nach Abschluss des Studiums der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte gründete er dann im Juni 1993 die Naether Marktforschung GmbH mit Sitz in Hamburg.

EINE MARKTFORSCHER-BIOGRAFIE

Ich bin jetzt seit über 30 Jahren in der Marktforschung tätig. Der Einstieg wurde mir nicht schwer gemacht: mein Vater besaß ein eigenes Institut, meine Mutter war stellvertretende Leiterin Marktforschung in einem großen deutschen Verlag und so kam ich zwangsläufig mit der Materie in Berührung.

Marktforschung von der Pike auf: Kopieren und Heften von Fragebögen, Vorbereitung von Testmaterialien für Studiotests, die ersten selbst durchgeführten Studiointerviews als Schüler, Supervisor bei Studiotests, das erste Herantasten an die Auswertung und Analyse von (zunächst quantitativen) Studien, irgendwann die erste Gruppendiskussion, der erste eigene Bericht. Daneben als Schüler und Student auch noch bei anderen Marktforschungsinstituten gejobbt.

Während der gesamten Zeit des – branchenuntypischen – Studiums der Wirtschafts- und Sozialgeschichte und als Musiker (Bass) erfolgte ein sukzessiv stärkerer und intensiverer Einstieg in die qualitative Marktforschung. Ich konnte während dieser Zeit wertvolle und reichhaltige Erfahrungen sammeln und moderierte regelmäßig Gruppendiskussionen zu allen möglichen Themen.

Was mich an der qualitativen Forschung reizte, war die Erkundung von menschlichem Verhalten und Motivationen und die vielen Dimensionen, die sich bei der Analysearbeit derselben auftun.

Qualitative Marktforschung ‚passiert‘ niemals in einem strengen Rahmen. Vernetztes Denken, d.h. die Berücksichtigung und Einbeziehung vieler psychologischer wie gesellschaftlicher Aspekte und Entwicklungen ist es, was diesen Zweig der Marktforschung so lebendig und herausfordernd macht.

Nach der Beendigung des Studiums blieb als reizvollste Perspektive die Gründung eines eigenen Instituts. So geschah es denn auch und dieses Institut ist bis heute, im 25. Jahr seines Bestehens, der berufliche Mittelpunkt geblieben.

Wichtig für meine persönliche Entwicklung und mein Selbstverständnis als qualitativer Marktforscher war das Glück, von Anfang viel und überwiegend mit ausländischen Kunden und Kollegen zu tun gehabt zu haben. Dies ‚zwang‘ mich dazu, den Standort Deutschland mit einer anderen Perspektive zu betrachten: kritischer auf der einen Seite, seinen spezifischen Eigenheiten und seiner Vielfältigkeit auf der Spur auf der anderen.

Der Einfluss und die Ideen gerade von Marktforschern aus Großbritannien hinterliessen deutliche Spuren:

  • … die Offenheit für neue und ungewöhnliche Methoden und Herangehensweisen
  • … die höhere Bewertung von qualitativen Methoden generell, ohne dabei die Grenzen dieses Forschungszweiges aus den Augen zu verlieren
  • … die richtige Einordnung von qualitativer Forschung im Gesamtkontext

Gezielte Aus-und Weiterbildungsmaßnahmen habe ich nicht wahrgenommen, sieht man einmal von dem Besuch von ESOMAR Workshops und Konferenzen, sowie dem Austausch mit Kollegen (überwiegend aus dem Ausland) ab. Das meiste ist gewachsene Erfahrung aus vielen durchgeführten Projekten. Wichtig also deswegen: so viel Praxis wie möglich.

Im Laufe der Jahre, und in der Funktion als Geschäftsführer auch mit Verantwortung für Mitarbeiter, gibt man automatisch und zwangsläufig auch einen Teil seiner eigenen Philosophie weiter. Aber nie forciert. Das wichtigste ist, wie bei vielen anderen Dingen im Leben auch, eine vorhandene persönliche Motivation für diesen Beruf. Ist diese vorhanden, ist es wichtig, ein Gefühl für Märkte zu entwickeln (dies schließt die Kenntnis und laufende Beobachtung natürlich mit ein), wobei ich hier ganz bewusst von Märkten (im Plural) spreche, da die Verhaltensmuster von Menschen immer ein Spiegelbild von Wechselwirkungen und Einflüssen verschiedener Art sind. Offenheit für neue (methodische) Ideen und Einflüsse ist der nächste wesentliche Aspekt.

Last, but not least ist es aber immer der eigene Weg, den es zu finden gilt.

Weiter mit: Hamburg

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